8. April 2021
Umgang mit Ablehnungen und Widerspruch
Manchmal kann der festgelegte Pflegegrad nicht Ihren Erwartungen oder dem tatsächlichen Bedarf Ihres Angehörigen entsprechen. In solchen Fällen haben Sie das Recht, Widerspruch einzulegen.
Schritt 1: Entscheidung überprüfen
- Lesen Sie den Bescheid sorgfältig durch und prüfen Sie, ob Sie mit der Bewertung und dem zugewiesenen Pflegegrad einverstanden sind.
- Beachten Sie die Begründung für den festgelegten Pflegegrad und überlegen Sie, ob wichtige Aspekte der Pflegebedürftigkeit möglicherweise übersehen wurden.
Schritt 2: Widerspruch einlegen
- Falls Sie mit dem Pflegegrad nicht einverstanden sind, können Sie innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Bescheids Widerspruch einlegen.
- Der Widerspruch sollte schriftlich erfolgen und gut begründet sein. Führen Sie spezifische Gründe an, warum Sie der Meinung sind, dass ein höherer Pflegegrad angemessen wäre.
Schritt 3: Weitere Unterlagen und Beweise sammeln
- Um Ihren Widerspruch zu unterstützen, sammeln Sie weitere medizinische Unterlagen, aktuelle Befunde oder ein aktualisiertes Pflegetagebuch.
- Diese Unterlagen sollten die Aspekte hervorheben, die Ihrer Meinung nach bei der ersten Bewertung nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Schritt 4: Erneute Begutachtung
- In vielen Fällen führt ein Widerspruch zu einer erneuten Begutachtung durch den MDK.
- Bereiten Sie sich und Ihren Angehörigen auf diesen erneuten Termin vor und stellen Sie sicher, dass alle relevanten Informationen und Dokumente zur Verfügung stehen.
Schritt 5: Beratung und Unterstützung suchen
- Bei Unklarheiten oder Bedarf an Unterstützung können Sie sich an Beratungsstellen, Pflegestützpunkte oder an einen unabhängigen Pflegeberater wenden.
- Diese Experten können Ihnen helfen, Ihren Widerspruch effektiv zu formulieren und die nötigen Schritte zu planen.